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>>The voice inside my head<<

Dienstag der 26. Dezember 2006
Nachts

Hört der Schmerz wohl nie auf? Wird es immer wieder aufwirbelbar sein? Mein Kopf ist so dumpf, finde keine klaren Gedanken mehr. Ich könnte nur noch heulen... Bis in alle Ewigkeit da liegen und heulen. Es tut so unwahrscheinlich weh und ich komme mir wie ein Narr vor, der verbrauchte Wünsche aus seine Tasche kramt und sich an ihnen blutig sticht. Es tut so weh... Und mein Herz löst sich dennoch nicht. Habe ich es nicht gewollt? Dachte ich nicht, ich sei endlich kuriert? Wo ist der Sommer hin? Wo ist ihre Liebe hin? Was ist nur geschehen? „Ich habe dich wirklich geliebt!“ sagte sie heute endlich, doch das half letztendlich auch nichts mehr. Ich werde es wohl nie verstehen, wie man einfach aufhören kann seinen Partner zu lieben. Es muss doch etwas vorgefallen sein! Was habe ich nur falsch gemacht?
Vor einem halben Jahr und einem Tag habe ich meinen ersten Kuss gehabt. „Nothing else matters!” Wortlos fiedelte es im Hintergrund, gestern sollte ich es ihr schicken, ohne dass sie auch nur geahnt hätte, dass es genau vor 6 Monaten ein wichtiges Puzzleteil unseres – oder zumindest meines – Lebens besungen hatte.
Ich habe am Ende nicht mehr gespürt, dass du mich liebst.“ sagte sie einmal. Was sollte das denn bedeuten? Was hätte ich denn tun sollen? Sie war es doch gewesen, die mich spüren lies, dass es nicht weiter gehen sollte. Ironischerweise scheiterte mein letzter, ultimativer Versuch alles zu retten, an der Tatsache, dass sie von 365 Tagen im Jahr, die sie Abend alleine vor ihrem PC verbrachte, genau den Tag, der die alles entscheidende Chance barg, im Kino verbringen musste, ironischerweise in einem Streifen namens „Trennung mit Hindernissen“. 24 Stunden später war es dann aus gewesen. Ich hatte noch lange den Zettel mit der Wegbeschreibung in meinem Portmonee bewahrt, heute klebt er blass in einem Büchlein voller Erinnerungen. Eine Erinnerung, die es nicht gab.
Und dann, 2 Wochen später, erhoben sich noch ein letztes Mal 3 Tage aus dem Nebeltal, in denen die ganze Welt in ihrer vollkommenen Ordnung erschien. – Fabelhafte Welt der Amelie? Heute kommt es mir wie ein verfluchter Wunsch vor, der in Erfüllung ging. „Was gäbe ich nicht alles, um einmal zu sein der schillernde Tropfen, der leuchtet, und vom Rande des kristallnen Glases voll Wein deine zarten Lippen befeuchtet“ Ein alles beendender Abend? - Voll Hoffnung und Vertrauen in die Zukunft, Märchen haben eben doch ein Happy End! Wach auf Dornröschen, du lebst in der Realität! Die 3 Tage, was war das für ein Zauber gewesen, der über uns lag? Ich verstehe bis heute nicht, was in dir 3 Tage aufblühen und gleich wieder verwelken konnte. Was war das? Was wolltest du? Wolltest du glücklich sein? Habe ich es nicht geschafft? War es eine Prüfung, in der ich, ohne es zu merken, gescheitert bin?
Und ich spüre jedes Mal aufs neue einen Stich, wenn ich mich daran erinnere, dass du diese knappen 72 Stunden bereust.
Manchmal warte ich auf den nächsten Sommer, singe auf schwedisch – ein weiteres Überbleibsel von damals – „Frühling sei willkommen!“ und scheine zu vergessen, dass die Wiederkehr des Sommers nicht die Wiederkehr der zerronnenen Liebe bedeutet. >>Maj vare välkommen!<< - ich habe lange gebraucht, bis ich die CD der unwahrscheinlich wirkenden Gruppe Ranarim ohne Verlust von bitteren Tränen hören konnte, da jede Strophe den milden Sommerabend zu besingen schien, als wir schaukelnd vor einer Holzbühne, viele Bundesländer weit weg von hier, standen und diesen Liedern lauschten – Hand in Hand.
„I want not to grieve but still I grieve”
>>Och inte vill jag sörja men sörjer väl ända<<
“When the lilies spring from the soil”
>>När liljorna blumstra uti marken<<
27.12.06 14:50
 


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